Emilie Exerzitien

"Barmherzigkeit ist eine Beziehung"

 

Schw. Theres-Marie Mayer. „In diesen Exerzitien habe ich verstanden, dass Barmherzigkeit eine Beziehung ist, nicht nur eine Tat oder ein Akt“, so äußert sich Herr Karl P. in der Ernterunde nach den Emilie-Exerzitien in Wien. „Das ist für mich ein Geschenk“, meint er! Es geht um die Beziehung des Vaters zu seinem Kind und vom Kind zu seinem Vater, aufgewiesen am Gleichnis vom barmherzigen Vater. „Barmherzigkeit gibt es in unserer Welt nicht mehr!“, meint Barbara L. und verweist auf ihre Erfahrung im Beruf, im Umgang der Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft. Barmherzigkeit ist kein modernes Wort. Es gilt der Perfektionismus und Fehler müssen folgerichtig ausgeklammert werden. „Wer heute im Beruf bei wachsenden Aufgaben sagt: ‚Das schaff ich nicht mehr!‘, der ist seinen Job schnell los“, weiß Irmi D. zu berichten. Da war die Zeit auf dem Kahlenberg „ein richtiges Atemholen der Seele“, wie es Margarete G. formuliert.


„Meine Liebe weicht nicht von dir…“ war das Thema der Emilie-Exerzitien im Barmherzigkeitsjahr. „Es war positiv einfach formuliert, das Thema!“, meint eine der Teilnehmerinnen. „Die Barmherzigkeit wurde von allen Seiten beleuchtet!“, stellt Karl P. fest. „Für mich waren diese Tage ein Schwimmen im ‚Meer der Liebe‘“, so benennt Josefine H. ihre Erfahrung. Die Gemeinschaft der Teilnehmer/innen war wohltuend, offen und positiv. Da ließ sich das Thema dann auch gut entfalten. „Es ging sofort in die Tiefe und mir wurde vor Augen geführt, dass ich persönlich gerufen bin, persönlich angesprochen bin!“, sagt Alexandra F. „Die Werke der Barmherzigkeit, so wie wir das gehört haben, geben uns viel zu verarbeiten auf!“ meint Alexandra S. unternehmungsfroh. „In einem gut vorbereiteten Programm“ wurde am Leben von Schwester Emilie Engel immer wieder veranschaulicht, wie Barmherzigkeit „geht“. „Wie Schwester Emilie den Menschen emporgehoben hat, das hat mich sehr angesprochen!“, so drückt es Johanna W. aus. Und eine andere äußert: „Ich möchte von Schwester Emilie lernen, das Leid so anzunehmen wie sie.“ Die Person von Schwester Emilie konnten die Teilnehmer/innen sich in einem gemeinsamen Stationenweg auch „ergehen“. Dabei blies der kalte Wind uns ganz schön um die Ohren. Maria R. sagte: „Der Blick von Schwester Emilie hat mich tief berührt.“


Der Blick, aber auch das Leben von Schwester Emilie unter dem Gesichtspunkt der Barmherzigkeit war eine echte Bereicherung. Dargestellt wurde es unter folgenden Punkten:

 

1. "Ich resprektiere dich."

2. "Ich werde dich unterstützen."

3. "Ich werde dich beschützen."

4. "Ich binde mich an dich."

5. "Ich werde Opfer für dich bringen."

6. "Ich vergebe dir."

 

Beispiele aus dem Leben von Schwester Emilie und Impulse für das eigene Leben dienten als Anregung, die Barmherzigkeit Gottes konkret werden zu lassen und selber zu einem Botschafter der Barmherzigkeit zu werden.


Die Teilnehmer/innen gestalteten die Exerzitien aktiv mit, z.B. durch ein sehr persönliches Morgengebet, die Gestaltung der Gottesdienste mit Gitarre, entspannende Gymnastik u.a. Dafür waren alle sehr dankbar.


An einem Nachmittag nahmen alle am Rosenkranzgebet der Schwestern im Heiligtum teil. „Das war ein Erlebnis“, sagt Johanna W., „es war so würdevoll, nicht heruntergeleiert. Es war eine richtige Andacht, wie die Schwestern abwechselnd gebetet haben. So müsste es auch in den Gemeinden sein!“

Abschied von Toni Freudensprung


Österreich gedenkt eines besonderen Schönstatt-Apostels

Am Abend des 21. Juni 2016 ist ein großer österreichischer Schönstatt-Apostel im 86. Lebensjahr heimgegangen in die Heilige Stadt zu unserem großen Gott:
 
Kommerzialrat Anton „Toni“ Freudensprung
Er darf jetzt, wie es das Heimatlied aus dem Gebetsbuch „Himmelwärts“ so schön besingt, im Kreise der Lieblingskinder der Gottesmutter wohnen, wo sie alle Liebesgaben treulich lohnt. Unser Gebet gilt in diesen Tagen in besonderer Weise seiner Gattin Wiltraut und seinen vier erwachsenen Kindern samt Familien - wir legen sie alle der Gottesmutter fest ans Herz!

Ein großer Schönstätter – als Unternehmer
Toni Freudensprung übernahm in jungen Jahren die Wiener Wurstwarenfabrik A. Weiser & Söhne. Viele durften ihn dort in seiner väterlichen Art erleben. Die Sorge für seine Mitarbeiter, aber auch die Einladung zum Gebet oder Feiern im Kirchenjahr zeichneten ihn aus. Der Begriff der „Qualitätsarbeit“ wie ihn Pater Kentenich prägt war ihm Leitstern – die Salami und andere Wurstwaren aus dem Haus Weiser sprachen über Jahrzehnte in Österreich für Qualität. In seinen Filialen war die MTA als Bild sichtbar – und auch im Wurst- oder Salamikeller.

Er nutzte seine beruflichen Kontakte zum Apostolat – den Vorsitzende des ÖGB ("Öst. Gewerkschaftsbund“) nahm er einfach zur Marienfeier mit. Legendär ist seine Äußerung gegenüber Kardinal König bei der Ordensverleihung: "...jetzt beten wir noch ein Ave!"

Ein großer Schönstätter – für das Zentrum am Kahlenberg
Toni Freudensprung hat den Erwerb und Aufbau des Schönstattzentrums am Kahlenberg persönlich und finanziell auf außerordentliche Weise unterstützt. Man könnte auch mit vollem Recht sagen, ohne Toni gäbe es das Schönstattzentrum am Kahlenberg nicht. Er ist sicher jetzt vom Himmel aus ein besonderer Fürsprecher für das neue Bauprojekt „Unser Kahlenberg“, bei dem das Österreichische Schönstattzentrum erweitern wird.

Als Persönlichkeit, Vater und Ehemann in seiner Familie, als väterliche Führungskraft in seiner Firma und für Schönstatt war er ein Mann, der Zeugnis von seinem Glauben und von seiner großen Liebe zur Gottesmutter gegeben hat. Er konnte gar nicht anders. Die Mitarbeiter seiner Firma waren es gewohnt, dass gebetet wurde – nicht nur an Festen – sondern auch in schwierigen beruflichen Momenten.

Der Altbischof von Linz Dr. h.c. Maximilian Aichern OSB, ein Gefährte und Freund von Toni Freudensprung, hat sich nach der Seelenmesse bei Familie Mucha, den Vorsitzenden des Österreichischen Landespräsidiums, ausdrücklich für die Prägung bedankt, die Toni Freudensprung durch die Schönstattbewegung erfahren hat. Er war eine freie, starke priesterliche Persönlichkeit, ein Vorbild für uns.

Toni Freudensprung soll hier selbst zu Wort kommen – wir haben ihn 2007 anlässlich des 25-Jahr Jubiläums am Kahlenberg – interviewt. Seine Worte sind eine Botschaft an uns alle: 

 

Apostolat – weitergeben, was wir selber erfahren haben“

 

Fam. Mitter: Was begeistert Sie an Schönstatt? Und wie ist das gewachsen?

 

Toni Freudensprung: Da war meine Tante, Sr. Herma, eine Schönstätter Marienschwester, ausschlaggebend. Ihr Begräbnis auf der Liebfrauenhöhe war für mich das Schlüsselerlebnis. Ihr Leben und Sterben haben mich restlos überzeugt. Dort hatte ich ganz tief das Gefühl: „Das stimmt, was die Schönstätter sagen und beten.“ Das hat sich bei mir bis heute eingeprägt. Das war für mich Werktagsheiligkeit pur. Wir sind durch Schönstatt selber auch gläubig viel tiefer geworden. Ab da haben wir uns halt für Schönstatt „reingehaut“.

Und dann war natürlich Pater Beller auch wichtig für uns. Ich erinnere mich an die Familientagung 1978 in Innsbruck. Da ist uns ganz neu aufgegangen, was Ehe bedeutet – da waren wir immerhin schon 25 Jahre verheiratet. „Ich liebe dich, so wie du bist“, das ist für uns ein Schlüssel zum Positiven hin geworden. Da ist viel dran, das klingt nur so einfach.

 

Fam. Mitter: Sie sind ein großer Apostel für die Gottesmutter und setzen sich gemeinsam mit Ihrer Frau Wiltraut wie kein anderer für das Heiligtum und das Zentrum am Kahlenberg ein.

 

Toni Freudensprung: Uns wird immer nachgesagt, dass wir für den Kahlenberg so viel gespendet haben. Wisst ihr, wie das in Wirklichkeit war? Da gibt es eine kleine Sparkassa in Form einer Kapelle mit einem Schlitz drinnen. Dieses Kapellchen ist jahrelang in der Fa. Weiser gestanden. Immer, wenn es kritisch war – mit den Kindern oder mit der Firma – habe ich dort was hineingeworfen. Je nachdem, was es war, war der Schein halt kleiner oder größer. Und alle sechs Wochen habe ich diese Sparkassa bei der Schwester Elmengard am Kahlenberg ausgeräumt. So ist das gewesen und jeder der was anderes erzählt, erzählt nicht die Wahrheit. (Anm. der Interviewer: Die kritischen Situationen dürften nicht wenige gewesen sein ￿).

 

Die Zeitschrift „MTA“ war dann die erste schriftliche Aussage von Schönstatt. So konnte man erstmals Schönstatt weitergeben.

Aber auf einmal war es mit „MTA“ aus. Wir haben schon immer diese Zeitschrift verschickt und in Pfarren aufgelegt. P. Beller sagte: „Nie auflegen ohne dass Pfarrer Bescheid weiß.“ So sind wir mit vielen ins Gespräch gekommen.
Wir haben schon immer FAB beigelegt, später dann nur mehr die FAB verschickt und verteilt (Anm. der Interviewer: Ca. 1.000 Stück pro Ausgabe!). Das haben wir schon immer gemerkt, dass das besonders in Österreich ist, dass die Familie so im Vordergrund steht.

 

Wenn man von etwas selber überzeugt ist und dem treu ist und nicht nur redet, sondern das auch im eigenen Leben ernst nimmt ist es das selbstverständlichste von der Welt, dass man davon spricht, dass man das weitergibt.

 

Für unsere Ehe war Schönstatt sicher die Rettung, da muss man davon reden. Schönstatt ist für uns die gläubige Initiative der Kirche für die Zukunft. Die Familie ist und bleibt die Basis für alles. Das erleben wir jetzt im Alter besonders.

 

Renovierungsarbeiten

Der Betriebsurlaub im Jänner 2016, in dem das Schönstattzentrum und das Bistro geschlossen sind, wird für größere Renovierungsarbeiten genutzt: Die Holzböden werden abschliffen und neu versiegelt, im Gästehaus wird zusätzlich fertig ausgemalt und noch einige Kästen umgebaut. Im "kleinen Häuschen" werden die Bäder neu gemacht, die Rezeption wird ausgemalt und die Kellerstiege zur Küche wird rutschsicher gemacht. 

Viel zu tun - doch es herrscht große Freude über das, was schon passiert ist. 
Danke auch für alle Unterstützung und alle Spenden!

 

35. Todestag von Pfr. Johannes Kristóf

Der 1. Kurs des Österreichischen Familienbundes lud am 15. November nach Walterskirchen im Weinviertel ein, um im Rahmen der Sonntagsmesse Pfarrer Johannes Kristóf zu gedenken, der dort fünf Jahre als Pfarrer und Seelsorger wirken durfte. Auch viele Schönstätter kamen zu dieser Messe.

P. Felix Strässle zeichnete in der Predigt das Bild eines Priesters, der ganz für die Menschen da war und ihnen durch sein Priestersein eine Hoffnungsperspektive aufzeigte. Er hatte eine große Liebe zur Gottesmutter und konnte Menschen begeistern, sich für sie einzusetzen.

Pfarrer Kristóf war ein Saatkorn für das Werden des Heiligtums hier am Kahlenberg - ganz bewusst hat er sein Leben dafür hergeschenkt und die Gottesmutter hat dieses Lebensopfer von ihm angenommen. In Erinnerung an ihn heißt das Haus, in dem das Café-Bistro untergebracht ist, Pfarrer Kristóf Haus.

In Walterskirchen gibt es bis heute die Marienfestung, wo seit 35 Jahren an jedem 24. Dezember um Mitternacht der Rosenkranz für Pfarrer Kristóf gebetet wird. An jedem 18. des Monats findet in der Kirche die Bündnisfeier statt. Noch nach so vielen Jahren leuchten die Augen der Menschen, wenn sie von ihm erzählen, vor allem, wenn sie berichten, wie sehr er die Jugend begeistern konnte. Mit ihm haben wir einen besonderen Fürsprecher im Himmel für Schönstatt hier in Österreich.

Spiritualität durch die Linse

Schwerpunkte
Schulung des individuellen Blicks und Entfaltung des eigenen kreativen Ausdrucks
Durch Reflexionen, Achtsamkeitsübungen und Bildbesprechungen schärfen wir den Blick, 
um die Spuren Gottes im Alltag zu entdecken
Mit der Kamera machen wir uns auf den Weg, die besonderen Momente im Hier und Jetzt zu erforschen
und ausdrucksstark festzuhalten. Zahlreiche Tipps helfen zur Vertiefung.

Mitbringen
Freude am Fotografieren
1 Foto- & Handykamera

Datum und Ort
Sa., 27. Juni, 10:30 - 17:30 Uhr, Schönstattzentrum Wien-Kahlenberg

Referentin
Claudia Henzler, international renommierte Foto-Künstlerin und Friedenspreisträgerin
HENZLERWORKS photos with a message, www.henzlerworks.com

Seminarpreis 
99 Euro pro Person zzgl. Mahlzeiten und Getränke vor Ort

Anmeldeschluss
15. Juni (begrenzte Teilnehmerzahl)

Anmeldung und Information
Verena Hochmayr, v.g.hochmayr@aon.at

Abschied vom Kahlenberg

Sr. M. Dietlinde hat das Klima im Schönstattzentrum am Kahlenberg entscheidend mitgeprägt. In den ersten Jahren war ihr Wirken stark nach außen gerichtet - sie war Oberin der Schwesternfiliale hier am Kahlenberg. In den letzten Jahren verschrieb sie sich vor allem der Anbetung und nahm viele Gebetsanliegen mit ins Heiligtum zur Gottesmutter. Viele Schönstätter und auch viele Wallfahrer vertrauten ihr schwierige Lebenssituationen an, für die Sr. M. Dietlinde dann in großer Treue betete.

Am 18. Februar 2015 gibt es nach der Bündnisfeier (Beginn um 19.30 Uhr im Heiligtum) die Möglichkeit, sich persönlich von Sr. M. Dietlinde zu verabschieden.

Wir sind sehr dankbar, dass Sr. M. Dietlinde mehr als 10 Jahre hier in Wien gewirkt hat und wünschen ihr alles Gute und viel Segen. Wir sind sicher: Sie wird weiter für Schönstatt in Österreich beten. Im Liebesbündnis bleiben wir mit ihr verbunden.

Sr. M. Hilga Jack +

In der Morgenfrühe des 10. Dezember 2014 rief Gott, der Vater, unsere Mitschwester M. Hilga Jack heim in seine ewige Liebe. Der Tag ihres Heimgangs wirft Licht auf ihr Leben. Am 10. Dezember vor 75 Jahren krönte Pater Josef Kentenich, unser Gründer, im Urheiligtum in Schönstatt die Gottesmutter zur Königin. Schwester M. Hilga hatte eine tiefe Liebe zur Gottesmutter und war sehr mit dem Urheiligtum verbunden. Nun durfte sie zur lebendigen Kronengabe werden.

Schw. M. Hilga hatte schon längere Zeit eine Tumor-Erkrankung. Zunehmend ließen ihre körperlichen und geistigen Kräfte nach. Doch sie nahm dies geduldig und gelassen an und strahlte Zufriedenheit aus. In den letzten Wochen war sie erfüllt von der Adventssehnsucht, die in ihrem Kursmotto zum Ausdruck kommt: „Bereit ist mein Herz, o Gott, mein Herz ist bereit.“ (Psalm 107)

Am 13. Oktober 1923 wurde Schw. M. Hilga in Filipovo im ehemaligen Jugoslawien (heute Serbien) geboren und wuchs mit drei Geschwistern in einer gut katholischen Familie auf. In diesem Dorf, in der sogenannten „Batschka“ lebten seit Generationen die Donauschwaben. Die Liebe zu ihrer Heimat war in ihrem Herzen tief verwurzelt. Zeitlebens war sie stolz, dass aus ihrem Dorf mehrere geistliche Berufe hervorgegangen waren, darunter auch fünf Marienschwestern.

Im Juni 1957 kam Schw. M. Hilga in die Regina-Provinz und wurde nach Wien versetzt. Dort war sie als Kindergartenleiterin unter ihren Landsleuten tätig, von denen sich viele nach der Vertreibung in Wien niedergelassen hatten. Schw. M Hilga hatte ein offenes Ohr und Herz für die Nöte der Familien. Sie war eine echte Volksmutter, führte die Menschen zur Gottesmutter und schenkte ihnen in Schönstatt eine neue Heimat. Ihr Apostolat war immer auf ihre Heimat im ehemaligen Jugoslawien ausgerichtet. Die Worte Pater Kentenichs waren ihr ein kostbares Vermächtnis: „Wenn die Tore sich öffnen, sollen sie wiederzurück in ihre Heimat – die Erneuerung kommt vom Osten.“ (Datum nicht bekannt)

Schw. M. Hilga hat das Wachstum Schönstatts in Österreich wach miterlebt. Vor allem das Werden des Heiligtums am Kahlenberg, das 1982 eingeweiht wurde, war ihr ein Herzensanliegen. Jährlich organisierte sie eine Wallfahrt der Donauschwaben zum Heiligtum. Eine besondere Freude und Ehre war es für sie, dass Erzbischof Dr. Zollitsch, der ebenfalls aus Filipovo stammt, 2009 den Wallfahrtsgottesdienst gehalten hat.

Nach 20jähriger Tätigkeit im Kindergarten leitete Schw. M. Hilga noch 14 Jahre ein Seniorenheim. Durch ihre mütterliche und frohe Art eroberte sie die Herzen der Heimbewohner. Sie war auch von den Mitarbeitern sehr geschätzt.

1991 kam Schw. M. Hilga auf die Schwesternfiliale am Kahlenberg. Nach einem langen Leben als Externe gab sie sich selbstverständlich in die Gemeinschaft hinein. Sie diente den Schwestern im Speisesaal und versorgte die Wäsche. Die tägliche Anbetung im Heiligtum gehörte nun zu ihrem Tagesablauf. Jeden Freitag betete sie mit einigen Schönstattfamilien den Rosenkranz im Heiligtum. Schw. M. Hilga war gerne in der Gemeinschaft. Sie trug viel zur Unterhaltung bei. Geistig wach und interessiert war sie für die Vorgänge in Politik und Kirche. Mit Vorliebe beschäftigte sie sich mit der Geschichte ihrer Heimat und der ehemaligen Donaumonarchie.

Mit ihren Kursschwestern war Schw. M. Hilga sehr verbunden. Nun ist sie – an die als letzte aus der Kursgemeinschaft der Heimruf erging – in der Ewigkeit mit ihnen vereint.

Von unserem Vater und Gründer, Pater Kentenich, wusste sich Schw. M. Hilga an- und aufgenommen. Als die Gnade ihres Lebens bezeichnete sie, dass sie das goldene Priesterjubiläum Herrn Paters in Milwaukee mitfeiern durfte, weil ihre Eltern inzwischen in den USA wohnten. Als ihr der Abschied von Herrn Pater in Milwaukee schwer wurde, tröstete er sie mit den Worten: „Nun gehen Sie .. als ein Vorläufer, ich komme nach.“

Wir danken Schw. M. Hilga für ihre Treue zum Liebesbündnis, für ihren apostolischen Einsatz und für alles, was sie unserer Gemeinschaft geschenkt hat.

Firmwochenende

Die Firmlinge genossen die Abgeschiedenheit und die Ruhe hier am Schönstatt-Zentrum. Sie konnten ungestört arbeiten, sich austauschen und die Gemeinschaft genießen.

Im Heiligtum konnten sie die Nähe der Gottesmutter erleben und sich auch ganz persönlich mit ihrem Glauben auseinandersetzen.

 

Emilie Exerzitien

Das Leben von Sr. Emilie Engel ist exemplarisch: Ein Leben, das sie durch Angst, innere Not und großes Leid zu Gott geführt hat. In ihm hat sie Halt und Sicherheit erlebt.

Die Teilnehmer waren eingeladen, ihr eigenes Leben im Licht Gottes zu betrachten und sich durch das Leben von Sr. Emilie anregen und inspirieren zu lassen. Aufbereitet wurden die Inhalte von Sr. M. Dietlinde, die auch für Gespräche zur Verfügung stand. Für Beichte uns Aussprache war P. Felix Strässle da.

Vortragsabend DDr. Bonelli

Gefüllt bis auf den letzten Platz war der Vortragssaal im Schönstattzentrum Montagabend am 22. September 2014, als Univ. Doz. DDr. Raphael M. Bonelli über Depressionen sprach. Familie Charly und Irmi Derfler aus der Schönstatt Familienbewegung Wien hatte den renommierten Arzt und Psychiater auf den Kahlenberg eingeladen.

Rund 50 Interessierte aus der Schönstattbewegung und darüber hinaus waren dabei, als Raphael Bonelli auf diese Fragen und mehr einging: 
Wie können wir als Christen mit Depressionen umgehen? 
Was tun, wenn man selbst betroffen ist oder Menschen im nahen Umfeld darunter leiden?

Im Anschluss an den zweistündigen Vortrag fanden sich noch viele bei Kaffee und Kuchen im Speisesaal ein und nutzten die Gelegenheit, mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.

Seminar Firma EATON

Bei angenehmen frühsommerlichen Temeperaturen trafen sich Mitarbeiter der Firma EATON zu einem Seminartag hier im Schönstattzentrum. Die Teilnehmer genossen die Pause auf der Terrasse und sichtlich auch die besondere Atmosphäre, die von diesem Ort ausgeht.

Sommernachtsball

Unser Sommernachtsball war ein großes Fest, an dem wir Gemeinschaft mit altbekannten sowie neuen Familien und Jugendlichen in fröhlicher Atmosphäre erleben durften. Bei sommerlichem Wetter ließ es sich bei schwungvoller Musik, mit einem Glas steirischen Wein oder einem frischgemixten Cocktail, bei Kaffee und Kuchen gut plaudern und tanzen.

Wir freuen uns über den großartigen Einsatz des Veranstaltungsteams – sonst wäre dieses Fest so nicht möglich.

Fotos: Stefan Keznickl

Besuch aus Bayern

Zwölf Vertreterinnen der älteren Generation unserer Schwestern waren vom 13. – 15. Mai zu einem Informations- und Schulungstreffen bei uns am Kahlenberg.

Die Schwestern konnten etwas von der Stadt sehen: Sie schauten vom Leopoldsberg auf die Stadt und besuchten zur Feier der hl. Messe den Stephansdom und das Stift Klosterneuburg. Vor allem aber nahmen sie nach einem Blick in die Geschichte und die Entstehung unseres Schönstattzentrums dankbar auf, was hier an echtem Schönstattleben gewachsen ist und lebt. Sie fuhren begeistert nach Bayern zurück und versprachen ihr Gebet für die Zukunft „Unseres Kahlenberges“.

Spielplatzeinweihung

Gerade rechtzeitig zur Einweihung des neuen Spielplatzes am 26. April hier im Schönstattzentrum hörte es zu regnen auf. P. Felix nahm sich Zeit, um jedes einzelne Spielgerät zu segnen. Die Kinder hatten dabei viel Spaß.

Neben Schönstattfamilien waren unter den Gästen auch Dr. Erich Obersteiner vom Rotary Club Wien Graben, einer der Großsponsoren dieses Projektes. Er kam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, die selbst Gefallen an dem Spielplatz finden konnten. Auch das Stift Klosterneuburg war durch einen Chorherren vertreten. Der Bezirksvorsteher von Döbling, Adolf Tiller, der sich angesagt hatte, musste leider kurzfristig absagen.

Bei Kaffee und Kuchen konnten die Erwachsenen dann noch ins Gespräch kommen, die Kinder konnten bei Sonnenschein ihren neu gesegneten Spielplatz so richtig testen. Ein gelungener Nachmittag für Jung und Alt!

Arbeitseinsatz Familienrunde

Familienrunde beim Arbeitseinsatz

Vier Familien aus St. Pölten trafen sich am ersten April Wochenende, um hier am Schönstattzentrum bei Arbeiten in und um das Haus mitzuhelfen. So wurde im Garten und im Bistro fleißig gearbeitet. Vieles, was schon länger liegen geblieben war und wo bisher einfach die Zeit gefehlt hat, konnte an diesem Wochenende erledigt werden. Die tüchtigen Helfer hatten sichtlich Spaß bei ihrer Arbeit.

Die Schwestern sind sehr froh und dankbar über die Initiative dieser Familien. Jeder konnte sich mit seinen Fähigleiten einbringen – ob Installateur oder Verkaufsgenie, für jeden konnte eine Tätigkeit gefunden werden, die ihm entgegenkam. Die Schwestern freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Die St. Pöltner Familien melden sich zum Hüttendienst!“

Besuch der Augustiner Chorherren

Augustiner Chorherren vor dem Kapellchen

Das Stift Klosterneuburg begeht in diesem Jahr sein 900-jähriges Bestehen. Schon seit mehr als zwei Jahren feiern wir Schwestern fast jeden Morgen um 6.30 Uhr in der Stiftskirche mit den Augustiner Chorherren die Heilige Messe. So war es für uns eine große Freude, als sich im Februar dieses Jahres das Juniorat der Chorherren zu einem Besuch bei uns angemeldet hat. Am 1 7. Februar war es dann soweit. Gegen 1 4.00 Uhr empfing Schwester Maria Margarita die zwölf Herren und begrüsste sie im Heiligtum, unserem wichtigsten Haus.

900 Jahre Stift Klosterneuburg und 100 Jahre Liebesbündnis Schönstatts - eine schöne Verbindung! Gerne erfüllten wir den Wunsch der Chorherren und informierten über die Schönstatt-Bewegung, über unsere Spiritualität und über unsere apostolischen Projekte.

Nach einer gemeinsamen Andacht im Heiligtum war im Cafè Bistro noch Zeit zur Begegnung, eine gute Möglichkeit, noch mehr voneinander zu erfahren und sich aneinander zu freuen. Es ist für uns Schwestern eine sehr schöne Erfahrung, dass das gemeinsame Feiern der Heiligen Messe jeden Tag untereinander Verbindung schafft, die ein gegenseitiges Interesse aneinander weckt und die es möglich macht, dass wir uns gegenseitig im Gebet stützen und stärken können.